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„Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit!“
Leitfaden „Kompensations- & Grünflächen zum Wohle der Honig- & Wildbienen“
veröffentlicht

Hannover. Einen Leitfaden zum Thema „Kompensations- und Grünflächen zum Wohle der Honig-
und Wildbienen“ hat jetzt das Institut für Bienenkunde Celle des Landesamtes für Verbraucherschutz
und Lebensmittelsicherheit (LAVES) verfasst. Herausgeber der Online-Broschüre ist
das niedersächsische Landwirtschaftsministerium, der Leitfaden ist ab sofort auf der MLHomepage
verfügbar.
Der Hintergrund: Honig- und Wildbienen sind zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Sicherung
und Steigerung von Erträgen in der Landwirtschaft unverzichtbar. Bienen benötigen
ganzjährig ein reichhaltiges und vielfältiges Blühangebot – diese Voraussetzung ist heute in der
teilweise intensiv genutzten Landschaft jedoch nicht überall gegeben. In einem mit mehreren
niedersächsischen Behörden, Institutionen und Verbänden besetzten Arbeitskreis sind unter
Federführung des Institutes für Bienenkunde nun die Grundlagen erarbeitet worden, um entsprechende
Lösungsansätze und Empfehlungen für die Verbesserung des Blühangebotes aufzuzeigen.
Das Ziel: Zukünftig sollen – noch mehr als bislang schon geschehen und wo immer
möglich – bei der Nutzung und Ausgestaltung von Kulturflächen in der freien Natur und im Siedlungsbereich
Nahrungsangebote für Bienen geschaffen werden. Auch bei der Konzeption naturschutzbezogener
Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder auch der Verwendung von Ersatzgeld
im Sinne der Eingriffsregelung gibt der Leitfaden nützliche Hinweise auf Möglichkeiten
zugunsten des Blühangebots für Honig- und Wildbienen.
„Der Leitfaden wird helfen, die Kreativität all derjenigen weiter zu entwickeln, die unsere Landschaft
für die Bienen blütenreicher gestalten wollen. Die Publikation wird das Eigeninteresse
der Land- und Forstwirte, der Kommunen und Behörden, der Gartenbesitzer und anderer Akteure
hierin verstärken – und zwar zum Nutzen der Bienen und der Natur“, so Landwirtschaftsminister
Gert Lindemann.
Der Leitfaden verweist auch auf die verschiedenen niedersächsischen Förderinstrumentarien,
die den Akteuren Raum lassen, selbst nach Lösungen für die Ausgestaltung einer bunten
Landschaft zu suchen. Minister Lindemann: „Blühangebote für die Bienen zu erhalten, zu pflegen
und zu schaffen sollte für jeden Niedersachsen selbstverständlich sein, denn davon profitiert
die Natur und der Mensch vielfältig.“
„Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit!“ ist unter folgender Internetadresse abrufbar:
www.ml.niedersachsen.de.


DIB Aktuel:

Der Deutsche Imkerbund e.V. gibt das Rundschreiben D.I.B. AKTUELL sechsmal jährlich heraus. Hier können Sie die neueste Ausgabe des Informationsblattes herunterladen.

d.i.b. aktuell 04 2011
d.i.b. aktuell 05 2011
d.i.b. aktuell 06 2011


Einladung zum Hannoverschen Imkertag
am 11. März 2012

Hallo liebe Imkerinnen und Imker,

der Kreisimkerverein Hannover veranstaltet am Sonntag, den 11.03.2012 wieder einen Hannoverschen Imkertag. Er findet diesmal im Schützenhaus in der Wilkenburger Straße 30 („Event Oase“), 30519 Hannover statt. Als Referenten haben wir Frau Dr. Pia Aumeier und Herrn Hebestedt von der Firma Fürstenreform Dr. med. Hans Plümer Nachf.  aus Braunschweig gewinnen können.  Fr. Dr. Aumeier wird über das  Thema „Imkern für Faule“ sprechen und Herr Hebestedt wird über den Honigmarkt aus Sicht eines großen Honigabfüllers und Aufkäufers von Deutschem Honig referieren. Im Rahmen dieses Imkertages veranstalten wir auch wieder eine Honigprämierung, für die ich hier werben möchte. Wir haben die Kosten für die Honiguntersuchungen sehr günstig halten können, so dass jeder Teilnehmer für einen recht geringen Beitrag (8,- € bzw. 25,- € für eine Vollanalyse) eine unabhängige, kompetente und aussagekräftige Bewertung seiner eigenen Honigqualität bekommt. Interessant ist hierbei besonders auch die Bestimmung der botanischen Herkunft der einzelnen Honige, man wundert sich immer wieder, wo unsere Bienen jeweils den Nektar finden und zu dem einzigartigen Naturprodukt Honig umwandeln. Die Zertifikate für die Teilnehmer lassen sich sehr gut für den eigenen Honigverkauf nutzen. Die Einzelheiten für die Teilnehmer sind in dem beiliegenden Merkblatt kurz beschrieben. Die erforderlichen Gewährverschlüsse ohne Namenseindruck können bei den Imkervereinsvorsitzenden oder bei mir angefordert werden.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir möglichst viele Imkerinnen und Imker für eine Teilnahme an der Honigprämierung gewinnen könnten!

Mit imkerlichem Gruß
Reinhold Hergemöller
1. Vorsitzender Kreisimkerverein Hannover
Meitzer Busch 31, 30900 Wedemark


Sammelbestellung Varroamittel für 2012

Hallo liebe Imkerinnen und Imker,
wie in den letzten Jahren schon, werden wir auch in diesem Jahr wieder eine Sammelbestellung der Varroa-Bekämpfungsmittel auf Kreisebene durchführen. Hierzu finden Sie im Anhang eine Excel-Liste mit den Preisen vom Vorjahr. Mit der Anwendung der organischen Säuren Ameisensäure ad us. Vet. 60% („Varroacid“,
Oxalsäure und Milchsäure kann man jegliche Rückstände im Bienenwachs und damit auch im Honig vermeiden. Das thymolhaltige Präparat („Thymovar“) riecht auch heute noch sehr stark und kann bei lang andauernder Verwendung zu Geruchsverfälschungen im Honig führen. Perizin ist ein hochwirksames Medikament, das jedoch mittlerweile auch in sehr vielen Bienenwachsproben nachzuweisen ist (Wirkstoff: Coumaphos). Ab einer gewissen Konzentration im Wachs geht es von dort auch in den Honig über. Mit Ausnahme der Ameisensäure wirken alle Varroa-Bekämpfungsmittel nur auf den Bienen, sie bekämpfen nicht die Varroen, die in den Brutzellen auf den Larven sitzen. Nur die Ameisensäuredämpfe töten auch die Varroen in den Brutzellen ab.

Schickt bitte eure Bestellungen bis Mitte Mai an eure Vereinsvorsitzenden, die die Sammelbestellungen dann an den Gesundheitsobmann des Kreisimkervereins, Christoph Schmieta, Hedwigsruh, 30900 Wedemark, weitergeben werden.

Perizin

Perizin Set

Varroacid

Oxalsäure

Michsäure

Thymovar

19,94 €

27,90 €

6,89 €

20,49 €

6,28 €

18,39 €

Flasche

Flasche + Set

1 Liter

2 x 500 ml

1 Liter

Beutel 2x5 Streifen

5 Völker

5 Völker

6 bis 7 Völker

20 bis 30 Völker

 

5 Völker

Abgabe der Bestellung bis 31. Mai 2012 bei Herrn Schmieta,
Auslieferung der Ware am 23. Juni (geplant) auf dem Lehrbienenstand Langenhagen.

Mit imkerlichem Gruß
Reinhold Hergemöller
Kreisimkerverein Hannover
Meitzer Busch 31
30900 Wedemark


Kursprogramm 2012 des Bieneninstitut Celle
Datei öffnen  mit Klick auf Programm 2012


Nie wieder... Völkerverluste durch Varroa
- einfach & gut... das "BiV-Projekt" -

von Dr. Pia Aumeier hier klicken um pdf-datei herunterzuladen


LAVES Bieneninstitut Celle
Infobrief / Varroabehandlung
07. Dezember 2011

Infobrief – BienenWohl® ein Arzneimittel ohne Zulassung in Deutschland

Liebe Info-DienstteilnehmerInnen!
Wiederholt erreichen uns aus der Imkerschaft Nachfragen zu BienenWohl®. Wir
wollen hier die Sachlage aufzeigen.
BienenWohl® ist in Deutschland nicht zugelassen und darf entsprechend nicht
gehandelt und an Bienenvölkern angewandt werden.
Zunächst einmal ist BienenWohl® nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) eindeutig als
ein Arzneimittel einzuordnen. Dort heißt es: „Arzneimittel sind Stoffe und
Zubereitungen aus Stoffen, die dazu bestimmt sind, durch Anwendung am oder im
menschlichen oder tierischen Körper – Krankheiten, Leiden, Körperschäden oder
krankhafte Beschwerden zu heilen, zu lindern, zu verhüten oder zu erkennen,–
Krankheits-erreger, Parasiten oder körperfremde Stoffe abzuwehren, zu beseitigen
oder unschädlich zu machen....“
BienenWohl® hat bekanntlich eine Wirkung auf die Varroamilbe. Eine wesentliche
Komponente der Emulsion ist Oxalsäure. BienenWohl® hat aber keine Zulassung als
Arzneimittel in Deutschland, weil der Hersteller keine Zulassung beantragt hat.
Bekanntlich dient das Zulassungsverfahren für chemische Substanzen als
Arzneimittel der Risikovorsorge. Eine Gefährdung der Gesundheit, die durch
unsichere oder wirkungslose Arzneimittel entstehen könnte, wird damit abgewehrt.
Im Zulassungsverfahren werden vom Arzneimittelhersteller eingereichte Unterlagen
zur therapeutischen Wirksamkeit, pharmazeutischen Qualität und Unbedenklichkeit
des Arzneimittels (u.a. für den Anwender) durch die Arzneimittelbehörden überprüft.
Erst mit einer entsprechenden Zulassung dürfen Arzneimittel in Deutschland verkauft
und eingesetzt werden. Jegliche Anwendung von BienenWohl® im Bienenvolk in
Deutschland verstößt gegen das Arzneimittelgesetz und ist strafbewehrt.
Wird BienenWohl® bei den Bienen eingesetzt, so greift auch das Lebensmittel-,
Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Bienen sind „Tiere, die der
Lebensmittelgewinnung dienen – alle Tiere einer Tierart, von der Fleisch oder
Produkte (Milch, Eier, Honig) für den menschlichen Verzehr gewonnen werden.“ Aus
Gründen des Verbraucherschutzes müssen Arzneimittel bei lebensmittelliefernden
Tieren besonders umsichtig angewendet werden, bestimmte Arzneistoffe sind gar
nicht erst erlaubt. Die Anwendung eines apotheken- und/oder zulassungspflichtigen
Arzneimittels (wie beispielsweise Ameisensäure, Milchsäure und Oxalsäure) beim
lebensmittelliefernden Tier ohne Zulassung oder nicht gemäß der Packungskennzeichnung
(Anwendungsgebiet, Dosierung, Dauer) ist eine Ordnungswidrigkeit gem.
§ 97 (2) Nr. 23 AMG.
Das sind die wesentlichen Fakten, die einer Anwendung von BienenWohl® in der
Imkerei in Deutschland entgegenstehen.
Infobrief Dezember 2011, LAVES Bieneninstitut Celle 2 / 2
Das positive Image von Honig beim Kunden nicht gefährden.
Nicht zugelassene Arzneimittel sollten auch schon aus Imagegründen für das
wunderbare Produkt Honig nicht angewendet werden. Veröffentlichungen über die
Anwendung nicht zugelassener Medikamente und damit die Aufdeckung von
Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz haben negative Folgen für den Honigmarkt.
Es bedarf keines BienenWohl®. Oxalsäure kann legal eingesetzt werden.
Zur Varroabehandlung mit Oxalsäure stehen in Deutschland gemäß der
sogenannten Standardzulassung zwei Zweikomponenten-Fertigprodukte als
Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5 % ad us. Vet.® (Serumwerke Bernburg) und das
OXUVAR® (Andermatt BioVet GmbH, Lörrach) zur Verfügung.
Mit den besten Grüßen i.A. Dr. Otto Boecking


Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit
Institut für Bienenkunde Celle - Sekretariat
Herzogin-Eleonore-Allee 5
D-29221 Celle, 05141-90503-40 (Telefon) 05141-90503-44 (Fax)
kathrin.halanke@laves.niedersachsen.de
www.laves.niedersachsen.de


LAVES Bieneninstitut Celle
Infobrief / Varroabehandlung
vom 24. November 2011

Liebe Infodienst-Teilnehmer/-Innen!

Aufgrund des milden Witterungsverlaufs im Spätherbst 2011, bei guter Varroa Milbenpopulationsentwicklung während der gesamten zurückliegenden Saison und hoher Milben-Reinvasionrate, weisen wir mit unserem Infobrief auf eine dringend notwendige Winterbehandlung hin. Diese sollte aber frühestens Anfang Dezember durchgeführt werden.

Höhere Winterverluste werden erwartet: Schon jetzt beklagen Imker und Imkerinnen Völkerverluste. Teilweise sind ganze Stände betroffen. Brut- und Bienenprobenuntersuchungen in unserem Labor, die Imker von ihren zusammengebrochenen Völkern zugesandt hatten, wiesen alle einen extrem hohen Varroa-Befall (> 90% Brutbefall) auf. Durchweg waren in den Proben klinische Symptome von Virus-Infektionen (insbesondere das Flügeldeformationsvirus) nachweisbar. Demnach waren in den zusammengebrochenen Völkern die durchgeführten Bemühungen um eine Reduzierung der Varroa-Populationsentwicklung während der zurückliegenden Saison nicht ausreichend bzw. hatten keine ausreichende Wirkung. Zudem befürchten einige ImkerInnen, dass ihre diesjährigen Thymol- und Ameisensäure-Behandlungen witterungsbedingt nicht ausreichend gewirkt haben. Bei hoher Bienendichte kann man aufgrund des lang anhaltenden Bienenfluges in den vergangenen Wochen von erhöhtem Milbeneintrag bei Räuberei ausgehen.

Die Winterbehandlung als letzte Chance: Bekanntlich soll die Startpopulation derVarroa-Milben für das kommende Jahr mit Beginn der neuen Brutaufzuchtsphase auf ein Minimum reduziert sein. Auf der anderen Seite verbietet sich ein Medikamenteneinsatz im Frühjahr wegen schlechtem Wirkungsgrad und der Rückstandsproblematik. Deshalb ist die Winterbehandlung nun die letzte Chance und Möglichkeit zur Varroabekämpfung in diesem Jahr. Sie müssen einen optimalen Behandlungstag wählen: Bekanntlich wirken die Varroazide (Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5% ad.us.Vet.® oder Perizin®) nur bei brutfreien Völkern und Mehrfachbehandlungen mit Oxalsäure schaden den Bienen. Es gilt nach wie vor: zwei Oxalsäurebehandlungen sind eine zuviel! Hier in Niedersachsen hatten wir am 12.,13. und 14.November drei aufeinanderfolgende Frostnächte. Damit ist der früheste Zeitpunkt, an dem man von einer Brutfreiheit der Völker ausgehen kann, in der 49. Kalenderwoche (ab dem 05.Dezember 2011). Derzeit haben fast alle Völker in unserem Bestand noch offene und verdeckelte Brut. Da bekanntlich die Wirkung insbesondere der Oxalsäurelösung höher liegt, wenn die Bienen eng sitzen, sollte die Behandlung zudem an einem kalten Tag erfolgen. Eine Behandlung bei Minustemperaturen schadet den Bienen nicht. Wir haben im letzten Winter bei -3° C behand elt.

Und so wird es gemacht
1.Schritt: Milben zählen!
Ende November muss eine Gemülldiagnose erfolgen. Dafür schieben Sie die Diagnosewindel für 3 bis 5 Tage unter die Völker, um dann den natürlichen Milbenfall zu erfassen. Die Schadschwelle liegt bei >1 Milbe pro Tag.Völker mit einem täglichen Milbenfall von über 1 Varroamilbe müssen dringendbehandelt werden.

2.Schritt: Brutfreiheit abwarten! Eine gute Wirkung der Varroazide (Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5% ad.us.Vet.® oder Perizin®) ist nur bei brutfreien Völkern zu erzielen. Der früheste mögliche Zeitpunkt liegt in diesem Jahr in der 49. Kalenderwoche. Da oftmals die Völker um die Weihnachtszeit wieder mit der Brutaufzucht beginnen, wählen Sie in diesem Zeitfenster einen günstigen Tag zur Behandlung. Um ganz sicher zu gehen, schauen Sie dann notfalls noch einmal in Ihre Völker.

3.Schritt: Einen möglichst kalten Tag zur Behandlung wählen! Eine durchschlagende Wirkung der Varroazide erzielt man, wenn die Außentemperatur sich um den Gefrierpunkt liegt. Dann sitzen die Bienen dicht zusammengedrängt in ihren Wabengassen und die Varroazide haben eine bessere Wirkung, da diese als Kontaktgifte auf die Milbe wirken. Bekanntlich fällt die Rückstandsproblematik der Varroazide bei Wahl der Oxalsäure günstiger aus, da es sich dabei um eine wasserlösliche Substanz handelt. Wir empfehlen Ihnen die Varroa-Behandlung mit Oxalsäure (Oxalsäure-dihydrat-Lösung 3,5% ad.us.Vet.®), die Sie über den Amtstierarzt als zugelassenes Mittel erhalten können, bzw. sicherlich schon besorgt haben.

4.Schritt: Behandlung nach Volksstärke!

Bei der Windeldiagnose, die Sie Ende November durchführen sollten, erhalten Sie ein gute Abbildung der Volksstärke anhand des Gemülls, dass sich unter den mit Bienen besetzten Wabengassen ansammelt. Völker, die bei Frost über 5 besetzte Wabengassen füllen (2 Randwaben werden abgezogen, da dort nur wenige Bienen sitzen) erhalten 50 ml Oxalsäurelösung. Völker, die bei Frost 3 besetzte Wabengassen füllen (2 Randwaben werden abgezogen, da dort nur wenige Bienen sitzen) erhalten 30 ml Oxalsäurelösung. Schwache Völker können zu ihrer möglichen Rettung dann noch vereinigt werden. Die Oxalsäure-Lösung wird mit einem möglichst feinen Strahl direkt auf die Bienen in die Wabengassen hinein geträufelt. Achten Sie darauf, dass es nicht zu einer Überdosierung kommt, das vertragen die Bienen nicht. Der Wirkungsgrad einer einmaligen Oxalsäure-Anwendung ist im brutfreien Zustand sehr gut, Überdosierung oder Mehrfach-behandlung sind dagegen sehr schädlich für das Bienenvolk. Mit den besten Grüßen i.A. Dr. Otto Boecking, BZB Guido Eich, BZB Wulf-Ingo Lau.

Nachtrag vom 30. November 2011

Im o.a. Infobrief haben wir auf die noch ausstehende Winterbehandlung gegen die Varroose hingewiesen. Dabei haben wir als mögliche Alternativen Perizin ® sowie die Oxalsäuredihydrat-Lösung 3,5 % ad us. Vet.® genannt. Letzteres ist ein Zweikomponenten-Fertigprodukt der Serumwerke Bernburg gemäß der Standardzulassung der Oxalsäure. Ergänzen möchten wir, dass Sie zur Oxalsäurebehandlung auch auf ein anderes Zweikomponenten-Fertigprodukt zurückgreifen können – das OXUVAR®. Darauf hat uns die Firma Andermatt BioVet GmbH aus Lörrach hingewiesen, die jetzt auch einen Vertrieb in Deutschland hat.

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