Imkerverein Burgwedel-Isernhagen e.V.
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aktualisiert: 11.10.2017

 Aktuelles:


Bestellung von Varroaziden 2017:

...wie in den vergangenen Jahren auch, führt der Fachdienst Verbraucherschutz und Veterinärwesen der Region Hannover, Team Veterinärwesen (kurz: Veterinäramt) in Absprache mit den Veterinären der Landeshauptstadt Hannover die Sammelbestellung von Varroabehandlungsmitteln durch.

Im Verein organisierten Imker:

Die einzelnen Vereine erfragen den Bedarf ihrer Imker. Hierzu wird ein Vordruck verwendet, auf dem jeder einzelne Imker seine gewünschte Menge eines Behandlungsmittels eintragen muss. Der Vordruck kann bei den Vereinen oder beim Veterinäramt bezogen werden. Die Bestellung muss beim Veterinäramt vebindlich bis zum 15. April 2017 abgegeben werden.

Bestellformular von Behandlungsmitteln zur Varroatosebekämpfung mit Erläuterungen zum Runterladen.

2017 Varoazidbestellung


Infobrief vom 15.November 2016

■ Institut für Bienenkunde Celle

Die frostigen Temperaturen der letzten Tage sprechen für ein günstiges Zeitfenster einer optimalen Restentmilbung   
In den vergangenen Tagen war es nahezu in ganz Niedersachsen frostig. In einigen Regionen, so auch in Celle, sanken die Werte im Flachland sogar bis auf minus 7 Grad ab. Am 08.November viel der erste Schnee. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind die Temperaturen damit deutlich kälter. Nach Angaben der Meteorologen bestimmen atlantische Tiefausläufer ab morgen das Wetter. Dies führt tagsüber zu milderen Temperaturen, gleichzeitig wird es aber auch nasser.  
Als Folge der vergangenen Frosttage werden die (noch) brütenden Bienenvölker das Brüten eingestellt haben, so dass sie in zwei bis drei Wochen brutfrei sind bzw. zumindest keine verdeckelte Brut mehr haben. Wenn dann die Temperaturen immer noch kalt sind, steht spätestens Ende November/Anfang Dezember die Restentmilbung der Völker an. Wichtig für die Behandlung mit Oxalsäure ist der enge Sitz der Bienen zwischen den Wabengassen. Das ist nach kalten Nächten frühmorgens immer der Fall. Nach unseren Untersuchungen in Kooperation mit der Ruhr-Universität Bochum sind kleine Brutmengen für den Erfolg einer Winterbehandlung nicht nachteilig (siehe ADIZ, die biene, Imkerfreund 11/2016). In diesen Untersuchungen im Winter 2015/16 waren das im Mittel 313 (±173) Brutzellen. Es ist davon auszugehen, dass derzeit ein Teil der Völker brutfrei sind und somit eine Behandlung vielleicht schon jetzt möglich ist. Das müssen Sie prüfen.
Wir empfehlen ausnahmsweise in diesem Jahr alle Völker zu behandeln
Die Meldungen aus der Praxis veranlassen uns in diesem Jahr die Empfehlung auszusprechen, dass es ratsam ist alle Völker zu behandeln. Damit weichen wir zwar vom Schadschwellenprinzip ab, wissen aber, dass damit der heterogenen Varroa-Befallssituation eher begegnet werden kann.  
Die Restentmilbung sollte durch eine Träufelbehandlung mit Oxalsäure erfolgen
Oxalsäure wirkt bekanntlich als Kontaktgift. Die höchste Wirksamkeit wird deshalb dann erreicht, wenn die Bienen eng sitzen. Das ist natürlich der Fall, wenn die Außentemperaturen unter 0 °C liegen. Eine Träufelbehandlung bei Minusgraden vertragen die Bienen gut und sie werden nicht geschwächt. Besonders bietet sich daher eine früh morgens durchgeführte Behandlung nach einer kalten Nacht an. Die Menge der zu träufelnden Oxalsäure richtet sich nach der Stärke des Bienenvolkes. Ein starkes Volk, das mindestens 5 bis 7 Wabengassen bei solch niedrigen Außentemperaturen dicht füllt, wird mit 50 ml Oxalsäuredihydratlösung beträufelt. Schwächere Völker erhalten 30 bis 40 ml  Oxalsäuredihydratlösung. Da grundsätzlich nur ein einziges Mal mit Oxalsäure bei
 
Winterbienen behandelt werden darf, muss der Behandlungszeitpunkt optimal gewählt werden. Wichtig ist, dass alle bienenbesetzten Wabengassen beträufelt werden müssen.
Wir wünschen Ihnen weiterhin viel Erfolg und Spaß mit Ihren Bienen und verbleiben mit den besten Grüßen  
 
Dr. Otto Boecking Dr. Werner von der Ohe
 
 
LAVES Institut für Bienenkunde Celle  Herzogin-Eleonore-Allee 5,  29221 Celle
 
Unsere Informationsangebote finden Sie unter:  http://www.laves.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=20073&article_id=73177&_psmand =23   Folgen Sie dem LAVES auf Twitter: https://twitter.com/LAVESnds 


Infobrief vom 21.August 2016

■ Institut für Bienenkunde Celle
■ verfälschtes Wachs im Umlauf

Aus verschiedenen EU-Ländern, so auch aus Deutschland, liegen Meldungen von Imkern bzw. den staatlichen Kontrollbehörde vor, dass verfälschte sowie ggf. mit Rückständen belastete Mittelwände im Handel und Umlauf sind. Die Mittelwände sollen untypisch riechen und auch haptisch untypisch sein. Im Bienenvolk werden die Mittelwände eher ungleichmäßig ausgebaut. Gravierend ist, dass Eier und junge Larven aus den Brutzellen der Waben solcher ausgebauter Mittelwände herausgefressen werden, während direkt daneben hängende (ältere) Brutwaben ein völlig normales Brutnest aufweisen. Neben der Gefahr, dass die Entwicklung der Bienenvölker negativ beeinflusst wird, besteht grundsätzlich auch die Gefahr, dass eingelagerter Honig kontaminiert werden kann.
Der Sachverhalt ist bislang noch relativ unklar. So weiß man noch nicht, um welche Verunreinigungen (Paraffin, Stearin, Lösungsmittel) es sich genau handelt und über welche Vertriebswege das Wachs in die Imkereien gelangt ist.

■ Der Deutscher Imkerbund e.V. bittet die Imker und Imkerinnen etwaige Probleme mit verfälschtem Wachs zur Sachverhaltsaufklärung zu melden
Sofern Imker die oben geschilderten Beobachtungen bei gekauften Mittelwänden machen bzw. gemacht haben, so der D.I.B. in seiner Pressemitteilung vom 15.09.2016, sollten sich unbedingt melden, so dass den Fällen nachgegangen werden kann. Zudem rät der D.I.B. dazu, Waben mit verfälschtem Wachs auf keinen Fall in den Wachskreislauf einzubringen.
Unter folgender Mailadresse wachsproblem@online.de  können die Beobachtungen mit Angabe des Absenders, des Fachhändlers, der gekauften Menge und des Kaufdatums an den D.I.B. gemeldet werden. Alle Informationen sind wichtig, um den Sachverhalt schnell aufzuklären (siehe Details: Pressemitteilung D.I.B. vom 15.09.2016).
Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren Bienen und verbleiben mit den besten Grüßen  
Dr. Otto Boecking Martina Janke
 
LAVES Institut für Bienenkunde Celle  Herzogin-Eleonore-Allee 5,  29221 Celle
 
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Infobrief vom 04. Mai 2016

Institut für Bienenkunde Celle

Jetzt geht es für die Imker und Imkerinnen richtig los!
Unseren letzten Infobrief (vom 27.April) erhielten Sie zu einer Zeit, in der fast winterliches Wetter vorherrschte und jetzt steigen die Temperaturen in den nächsten Tagen endlich auf fast sommerliche Werte – so die aktuelle Wetterprognose. Vieles steht in voller Blüte und der Regen der letzten Tage wird das Wachstum der Vegetation weiter vorantreiben. Bei solchen Bedingungen müssen auch die Imker spätestens so richtig loslegen, denn die Bienen sind längst in Fahrt gekommen – trotz des widrigen Aprilwetters. Starke Völker sind bereits oder kommen in Kürze auch hier im Norden in Schwarmstimmung.
Jetzt stehen Schwarmvorbeuge bzw. regelmäßige Schwarmkontrollen an
Ab sofort sind bis voraussichtlich Ende Juni Schwarmkontrollen im 7-Tage Abstand durchzuführen (Kippkontrolle) und mit dem Schröpfen von „Brutbrettern“ und ansitzenden Bienen kann der Schwarmtrieb gedämpft, ja sogar verhindert werden (siehe unten).
Zudem gilt es nun stets auch die wachsende Varroa-Populationsentwicklung in den Wirtschaftsvölkern zu reduzieren.
Jetzt muss die wachsende Varroa-Populationsentwicklung in den Wirtschaftsvölkern stetig reduziert werden!
Es ist eine Binsenweisheit, dass nur bienenstarke Völker auch viel Nektar bzw. Honigtau und Pollen eintragen können. Dazu muss viel Brut angelegt werden. Aber viel Brut ist bekanntlich auch die Grundlage für das Varroa-Populationswachstum in den Bienenvölkern. Je nach Anfangsbefall kann dann die Anzahl Varroamilben irgendwann während des Bienenjahres eine kritische Schwelle erreichen. Es macht bekanntlich schon einen großen Unterschied, ob ein Volk mit einer Startpopulation von wenigen oder gar 100 Milben in die Saison gegangen ist. In diesem Jahr sollten die Imker noch gewissenhafter als sonst die Milbenentwicklung in ihren Völkern beachten, denn manch ein Volk könnte mit mehr Milben gestartet sein.
Wie kann jetzt das Varroa-Populationswachstum in den Völkern gebremst werden?
Durch regelmäßiges Drohnenbrutausschneiden: Bei jeder Schwarmkontrolle muss auch der Ausbauzustand des Baurahmens kontrolliert werden. Bekanntlich ist dieser drei Wochen nach dem Einhängen mit verdeckelter Drohnenbrut gefüllt. Mit dem Ausschneiden der verdeckelten Drohnenbrut entzieht man diese Milben den Wirtschaftsvölkern. Wer dies nicht nutzt, vergibt eine der Chancen, die jetzt stetig wachsende Milben-Population zu reduzieren.
Durch das Erstellen von Brutwabenablegern: Um weitere Varroa-Milben den Wirtschaftsvölkern zu entziehen, müssen jetzt Jungvölker erstellt werden. Das bremst zudem weiter die Schwarmstimmung und man kann so besonders elegant Varroa-(be)frei(t)e Völker
 
für das nächste Jahr erstellen. Dazu bieten sich zu dieser Jahreszeit zwei Verfahren besonders an: entweder der „einfache Brutwabenableger“ oder der „Sammelbrutableger mit integrierter Königinnenzucht“.
Die Erstellung eines „einfachen Brutwabenablegers“: Prinzipiell werden dazu ein oder zwei „Brutbretter“ (Wabe mit viel verdeckelter Arbeiterinnenbrut) mit den ansitzenden Bienen (jedoch ohne Königin!) den Wirtschaftsvölkern entnommen, um damit einen Brutwabenableger zu bilden. Das so geschröpfte Wirtschaftsvolk erhält dafür entsprechend eine oder zwei Mittelwände zum Ersatz. Auf der dem Wirtschaftsvolk entnommenen Brutwabe muss neben vieler verdeckelter auch etwas offene/jüngste Arbeiterinnenbrut zum Nachschaffen einer eigenen Königin vorhanden sein. Das mit Bienen besetzte „Brutbrett“ wird zusammen mit einer Futterwabe und einem Leerrähmchen (ausgebaut oder mit Mittelwand) an den Rand einer Zarge gehängt. Dazu sollte die Brutwabe an die Zargenwand des Brutwabenablegerkastens (=normale Zarge mit Boden) gehängt werden, gefolgt von dem Leerrähmchen und dann der Futterwabe. Wenn auf dem Brutbrett, das dem Wirtschaftsvolk entnommen wurde, nicht genügend Bienen sitzen, dann stößt man noch Bienen einer anderen Wabe (aber auch hier ohne Königin!) dazu. Zum Verbringen der so erstellten Brutwabenableger - außerhalb des Flugkreises der Wirtschaftsvölker – sollten die wenigen Waben in der Zarge so befestigt werden, dass sie während des Transportes nicht verrutschen können. Am Ablegerstand angekommen, wird das Flugloch nur gut eine „Bienenbreite“ weit geöffnet. Das geschieht auf der Zargenseite, an der die Waben (Brut-, Mittelwand und Futterwabe) eingehängt wurden. Das schützt die kleinen Völkchen besser vor räubernden Bienen. Drei Wochen später erhält der dann brutfreie Ableger eine Sprühbehandlung mit Milchsäure gegen die Varroamilbe, denn dann ist alle Brut geschlüpft und die Bienen haben eine Königin nachgezogen.


Die Erstellung eines „Sammelbrutwabenablegers mit integrierter Königinnenzucht“:
Dieses Verfahren eignet sich für Imker, die mehr als 5 Völker besitzen. Dabei ist ein strikter Zeitplan nach dem folgenden Ablaufschema einzuhalten: Start ist an einem von Ihnen gewählter Tage X und alle weiteren Schritte folgen am Tag X + 9, + 19 und schließlich am Tag X + 21 Tage.
(Tag X) Für den Sammelbrutableger werden genauso „Brutbretter“ mit ansitzenden Bienen (jedoch ohne Königin!) den Wirtschaftsvölkern entnommen, wie schon oben dargestellt. Sie werden dann nur zusammen in einer Zarge aus verschiedenen/mehreren Wirtschaftsvölkern vereint, bis die Zarge nebst einer gut gefüllten Futterwabe aufgefüllt ist. Der Tag, an dem der Sammelbrutableger erstell wird, ist der Tag X, dem dann alle weiteren Schritte strikt folgen müssen.
(Tag X+9) 9 Tage nach dieser Sammelbrutableger-Erstellung müssen sorgfältig alle Nachschaffungszellen auf allen Brutwaben gebrochen und dann sogleich ein belarvter Zuchtrahmen mittig eingehängt werden.

(Tag X+19) Am Tag X+19 werden dann die Königinnenzellen auf dem Zuchtrahmen „verschult“. Das heißt, mit entsprechendem Schutz versehen, damit nicht die erstgeschlüpfte Königin die anderen töten kann.
(Tag X+21) Am Tag X+21 muss der ehemalige Sammelbrutwabenableger, der jetzt das Pflegevolk für viele Königinnen darstellt, in so viele Begattungsvölkchen aufgeteilt werden, wie Königinnen geschlüpft sind bzw. geschlüpfte Brutwaben mit ansitzenden Bienen vorhanden sind. Jedes Begattungsvölkchen startet mit mindestens einer ehemaligen Brutwabe aus den Wirtschaftsvölkern (jetzt „Bienenwabe“) mit den vielen ansitzenden geschlüpften jungen Bienen + einer Mittelwand + einer Futterwabe und einer unbegatteten Königin. Beim Verteilen der mit Bienen besetzten Waben in die vorbereiteten Begattungseinheiten (Magazinzargen mit Boden) erfolgt eine Sprühbehandlung mit Milchsäure gegen die Varroamilbe. Da zu diesem Zeitpunkt die gesamte Brut geschlüpft ist, sitzen alle Varroamilben auf den Bienen und können gut mit der Sprühbehandlung erwischt werden.
Zum Verbringen der so erstellten Begattungsableger - außerhalb des Flugkreises der Wirtschaftsvölker - sollten die wenigen Waben in der Zarge so befestigt werden, dass sie während des Transportes nicht verrutschen können. Es erscheint sinnvoll diese Begattungsableger zunächst einen Tag an einem kühlen Ort mit verschlossenem Flugloch stehen zu lassen (eine Belüftung muss jedoch gegeben sein!), damit die Bienen mit der unbegatteten Königin eine Einheit bilden. Am Ablegerstand angekommen, wird das Flugloch jedes dieser Begattungsvölkchen nur gut eine „Bienenbreite“ weit geöffnet. Das geschieht auf der Zargenseite, an der die Waben (ehemalige Brutwabe, Mittelwand und Futterwabe) eingehängt wurden.
Bei beiden Verfahren kann man in dieser frühen Phase der Saison mit hohem und gutem Begattungserfolg der Königinnen rechnen, sofern das Wetter „mitspielt“. Die so erstellten Jungvölker werden dann stetig im Rhythmus ihrer Zuwächse mit Mittelwänden ergänzt. Notfalls bedarf es einer Ergänzungsfütterung mit flüssigem Futter in der Beute, wenn die Tracht nicht ausreicht. Diese Jungvölker wachsen stetig, bis daraus im Spätherbst dann überwinterungsfähige, Varroa-freie/-arme Völker entstanden sind.


Wir wünschen Ihnen viel Erfolg dabei und verbleiben mit den besten Grüßen
Dr. Otto Boecking  
LAVES Institut für Bienenkunde Celle  Herzogin-Eleonore-Allee 5,  29221 Celle  
Unsere Informationsangebote finden Sie unter:  http://www.laves.niedersachsen.de/live/live.php?navigation_id=20073&article_id=73177&_psmand =23   Folgen Sie dem LAVES auf Twitter: https://twitter.com/LAVESnds 


 Nie wieder... Völkerverluste durch Varroa
- einfach & gut... das "BiV-Projekt" -

von Dr. Pia Aumeier hier klicken um pdf-datei herunterzuladen


"Bienenvertreibungs-Sprays"

Nachricht aus dem Bieneninstitut Celle

Mai 2012

Aus aktuellem Anlass - angeregt durch telefonische Nachfragen bzgl. Nutzen oder Gefahren von so genannten Bienenvertreibungssprays möchten wir Sie an unseren Aussagen und Standpunkt teilhaben lassen. Derartige Vertreibungsmittel gehören nicht in eine gute Imkerei, die möglichst naturbelassenen Honig produzieren und nachhaltig arbeiten möchte.

Es gibt mit dem Smoker eine alt bewährte und völlig ungefährliche Methode Bienen zu besänftigen und etwas zurückzudrängen. Diverses natürliches Brennmaterial zeigt dem praktischen Imker, wie gut das vorhandene System funktioniert.

In der Vergangenheit haben Imker beim Einsatz von „Fabyspray“ Lehrgeld zahlen müssen, da ihre Honige mit dem Wirkstoff DEET aus dem Spray belastet und damit nicht mehr verkehrsfähig waren. Derzeit wird in Imkerkreisen für andere auf dem Markt erhältliche Produkte geworben. Diese sollen wohl keine insektiziden Wirkstoffe, sondern nur Duftstoffe enthalten.

Vorsicht! Duftstoffe können den Beuteninnenraum, Waben und Honig belasten. Sind derartige Duftstoffe sensorisch im Honig feststellbar, ist der Honig nach der Honigverordnung (Anlage 2, Abschnitt 1 in Verbindung mit §§ 2 + 4) nicht mehr verkehrsfähig, weil ihm etwas Honigfremdes zugesetzt wurde. Nach hiesiger Kenntnis sind die beworbenen Sprayprodukte nicht auf ihre angebliche Unbedenklichkeit bzgl. Rückstandsverhalten getestet worden.

Ferner ist zu bedenken, dass ein großer Teil der Kommunikation und Informationsaufnahme im Bienenvolk über Duftstoffe (Pheromone, Pollenvorrat, frischer Wabenbau, Honig, etc.) erfolgt. Es ist denkbar, dass hier derartige künstlich eingebrachte Duftsprays zu Informations- und Kommunikationsstörungen führen können.

Gruß aus dem Bieneninstitut

Werner von der Ohe


29. Mai 2012, das Bieneninstitut Celle informiert:

Infobrief - Pyrrolizidinalkoloide und Honig, Pollen sowie Bienen


Volksstärken ausgleichen im Frühjahr

Völker, die Mitte März weniger als 4 Wabengassen besetzen, überleben vermutlich den nächsten Kälteeinbruch, rappeln sich erst bis zur Spättracht soweit auf, dass sie zur Honigproduktion taugen. Ist in diesen Völkern eine intakte Königin vorhanden – leicht erkennbar an verdeckelter Arbeiterinnenbrut – werden selbst schwächste Völker nicht aufgelöst oder vereinigt, sondern saniert:
• Dem Schwächling Mitte März das meist noch im Übermaß vorhandene Futter bis auf 2 oder 3 Waben entnehmen und durch leere, ausgebaute Waben ersetzen. So Platz zum Brüten schaffen.
• Auf zweizargiges Volk, das bereits die obere Zarge füllt, über Absperrgitter aufsetzen. Kein zusätzliches Flugloch geben.
• 4 bis 5 Wochen nach Vereinigung (etwa Mitte April) hat das untere Volk das obere erheblich verstärkt. In der Regel sind beide Königinnen am Leben und voll in Eiablage. Nun die beiden Völker wieder trennen, das ursprünglich schwache dabei auf einen eigenen Boden am Standort des starken Volkes platzieren, es dadurch zusätzlich mit Flugbienen verstärken. Beide Völker erweitern.
Falls nötig, können auch schwache Altvölker so saniert werden: untere, meist bienenfreie Zarge entfernen und Volk auf starkes Volk aufsetzen. Alle Schwächlinge, die nicht eindeutig weiselrichtig sind, könnten Drohnenmütterchen enthalten. Diese legenden Arbeiterinnen gefährden gesunde Königinnen und werden daher keinesfalls einem anderen Volk aufgesetzt. Besitzen Sie einen solchen Notfall, warten Sie bis April und fegen ihn dann bei Flugwetter vor ein starkes Volk.


„Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit!“
Leitfaden „Kompensations- & Grünflächen zum Wohle der Honig- & Wildbienen“
veröffentlicht

Hannover. Einen Leitfaden zum Thema „Kompensations- und Grünflächen zum Wohle der Honig-und Wildbienen“ hat jetzt das Institut für Bienenkunde Celle des Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) verfasst. Herausgeber der Online-Broschüre ist das niedersächsische Landwirtschaftsministerium, der Leitfaden ist ab sofort auf der MLHomepage verfügbar.
Der Hintergrund: Honig- und Wildbienen sind zum Erhalt der biologischen Vielfalt und zur Sicherung und Steigerung von Erträgen in der Landwirtschaft unverzichtbar. Bienen benötigen ganzjährig ein reichhaltiges und vielfältiges Blühangebot – diese Voraussetzung ist heute in der teilweise intensiv genutzten Landschaft jedoch nicht überall gegeben. In einem mit mehreren niedersächsischen Behörden, Institutionen und Verbänden besetzten Arbeitskreis sind unter Federführung des Institutes für Bienenkunde nun die Grundlagen erarbeitet worden, um entsprechende Lösungsansätze und Empfehlungen für die Verbesserung des Blühangebotes aufzuzeigen.
Das Ziel: Zukünftig sollen – noch mehr als bislang schon geschehen und wo immer
möglich – bei der Nutzung und Ausgestaltung von Kulturflächen in der freien Natur und im Siedlungsbereich Nahrungsangebote für Bienen geschaffen werden. Auch bei der Konzeption naturschutzbezogener Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder auch der Verwendung von Ersatzgeld im Sinne der Eingriffsregelung gibt der Leitfaden nützliche Hinweise auf Möglichkeiten zugunsten des Blühangebots für Honig- und Wildbienen.
„Der Leitfaden wird helfen, die Kreativität all derjenigen weiter zu entwickeln, die unsere Landschaft für die Bienen blütenreicher gestalten wollen. Die Publikation wird das Eigeninteresse der Land- und Forstwirte, der Kommunen und Behörden, der Gartenbesitzer und anderer Akteure hierin verstärken – und zwar zum Nutzen der Bienen und der Natur“, so Landwirtschaftsminister Gert Lindemann.
Der Leitfaden verweist auch auf die verschiedenen niedersächsischen Förderinstrumentarien, die den Akteuren Raum lassen, selbst nach Lösungen für die Ausgestaltung einer bunten Landschaft zu suchen. Minister Lindemann: „Blühangebote für die Bienen zu erhalten, zu pflegen und zu schaffen sollte für jeden Niedersachsen selbstverständlich sein, denn davon profitiert die Natur und der Mensch vielfältig.“
„Bienen brauchen Blütenvielfalt – mach mit!“ ist unter folgender Internetadresse abrufbar:
www.ml.niedersachsen.de.

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